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Schulbuch




Schulbuch

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Ein Schulbuch ist ein Lehrbuch, das der Schüler einer Schulklasse|Klasse für den Unterricht nutzt. Es enthält Lehrstoff und -materialien in Didaktik|didaktisch aufbereiteter Form. Das bedeutet meist eine vereinfachte Darstellung, die wissenschaftlich noch kontrovers diskutierte Fragen der herrschenden Lehrmeinung gemäß darstellt. Doch werden meist exemplarisch auch manche Kontroversen dargestellt. (Beispiel: Historikerstreit)

Inhalt

Ein Schulbuch dient dazu, dem Schüler bestimmte Problematiken oder neue Stoffgebiete altersgerecht nahezubringen. Dabei werden je nach Alter des Schülers und des Faches, um das es in dem Schulbuch geht, Text|Texte, Bild|Bilder, Tabelle|Tabellen und (meist mathematische) Formel|Formeln verwendet. Der Lehrer wird so bei seiner Aufgabe unterstützt, den Schülern bestimmte Themengebiete nahezubringen.

Der Inhalt von Schulbüchern wird oft in den Grundzügen von einer staatlichen Kommission vorgegeben. Gerade bei unterentwickelten demokratischen Strukturen eines Staates muss häufig von einer einseitigen Darstellung der Schulbuchinhalte, etwa im Bereich Geschichte und Religion, ausgegangen werden. Arme Staaten haben zudem oftmals das Problem veralteter Bücher.

Es gibt Verlage, die sich auf Schulbücher spezialisiert haben.

Finanzierung
Lehrbücher für den Unterricht in staatlichen Schule|Schulen oder Schulen mit Öffentlichkeitsrecht müssen durch das zuständige Kultusministerium (BRD) bzw. Unterrichtsministerium (Ö) approbiert werden.
In den meisten Ländern der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich wurden Lehrbücher von 1972 bis in die Mitte der 1990er-Jahre allen Schülern kostenlos zur Verfügung gestellt, im Rahmen der so genannten Lernmittelfreiheit (BRD) bzw. Schulbuchaktion (Ö). Seither ist in Österreich ein pauschalierter Selbstbehalt zu entrichten, der nach Schulstufen gestaffelt ist. In Deutschland gibt es in den Bundesländern und bis zu den einzelnen Schulen unterschiedliche Lösungen. In einem nicht zu vernachlässigenden Umfang ist vom Lehrer selbst erstelltes bzw. zusammengestelltes Lehrmaterial an seine Stelle getreten. Das gilt insbesondere für Freiarbeit, Gruppenarbeit und die Arbeit in der Oberstufe des Gymnasiums.

Rechtschreibreform
Schulbücher und damit die Schulbuchverlage waren in besonderer Weise von der Rechtschreibreform im Deutsche Sprache|deutschsprachigen Raum betroffen.

Internationale Abstimmung
Da Schulbücher besonders geeignet sind, nationale Ideologien zu verbreiten und zu festigen, wird durch internationale Schulbuchkommissionen versucht, allzu widersprüchliche Darstellungen dem wissenschaftlichen Forschungsstand gemäß zu vereinheitlichen. (vgl. Geschichtspolitik, Geschichtsbild, Symbolische Krisen in Ostasien)

Aktuell

Der "Jungen Welt" zufolge sind bei der Auftragsvergabe im Hamburger Schulbuchgeschäft Libri und der Filialist Kurt Heymann im Gespräch:
"Geplant sei ebenfalls, daß die Firmen auch die Rücknahme ausgeliehener Bücher realisieren und dafür ein eigenes Verwaltungs- wie Rechnungswesen installieren. So könnten die Privathändler 'fakultativ' den Schulleitungen auch bei der Auswahl der Lernmittel helfen. Davon hält GEW-Landesvorsitzender Klaus Bullan überhaupt nichts. Die Privatisierung des Hamburger Schulwesens nehme nun bedrohliche Formen an, kritisierte Bullan die Behördenplanungen gegenüber junge Welt. Seine Gewerkschaft lehnt die Abschaffung der Lernmittelfreiheit genauso ab wie die jetzige Übertragung des Beschaffungswesens an private Großbuchhändler. Damit könnten diese Einfluß auf die Unterrichtsgestaltung gewinnen."

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