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Korea ist eine Halbinsel in Ostasien, die seit dem Ende des Korea-Kriegs in zwei Staaten geteilt ist: Die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) und die Republik Korea (Südkorea), die zusammen mit 219.814 km² doppelt so groß sind wie die frühere Deutsche Demokratische Republik. Korea grenzt an die Volksrepublik China und Russland und wird von Japan durch das Ostmeer (Japanische Meer) getrennt. Ursprünglich bestand Korea aus mehreren Staaten mit unterschiedlicher Kultur. Da jedoch fast das ganze Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs gelang es den USA und der UdSSR nicht, Einigkeit über die Zukunft Koreas zu erzielen. Zwar war schon in der Kairoer Konferenz von 1943 festgelegt worden, dass Korea nach der Kapitulation Japans einen unabhängigen Staat bilden sollte. Allerdings sollte dies erst nach einer gewissen Übergangszeit ("in due course") erfolgen, da beide Seiten der Meinung waren, dass das Land nach Jahren der Fremdherrschaft politisch und wirtschaftlich komplett wiederaufgebaut werden müsse. Die UdSSR|Sowjets nahmen schließlich den Vorschlag der Amerikaner an, Korea vorläufig entlang des 38. Breitengrads in zwei Besatzungszonen zu teilen. Die nördliche Zone sollte dabei unter sowjetische Verwaltung gestellt werden, die südliche den Amerikanern unterstellt werden. Die japanische Besatzungsmacht in Korea kapitulierten schließlich am 9. September 1945, im Norden gegenüber der rote Armee|roten Armee, im Süden gegenüber den amerikanischen Truppen. Die südliche Zone wurde vollständig unter die Verwaltung des amerikanischen Militärs gestellt, deren Oberbefehlshaber General MacArthur war. Die ehemalige koreanische Exilregierung wurde von den Amerikanern wegen angeblicher kommunistischer Unterwanderung nicht anerkannt. Die UdSSR begann nach ihrem Einmarsch in den Norden Koreas, ihre Zone nach kommunistischen Vorstellungen umzuformen. Im Zuge einer Landreform wurde die Japan|japanischen Großgrundbesitzer enteignet, wichtige Industriezweige wurden verstaatlicht. Nachdem sich die Verhandlungen zwischen den beiden Supermächten über ein vereinigtes Korea bis 1947 ergebnislos verliefen, brachten die USA die Koreafrage vor die Vereinte Nationen|Vereinten Nationen. Dies wurde von der sowjetischen Seite als Verstoss gegen die Abmachung, dass die Koreafrage von einer amerikanisch-sowjetischen Kommission gelöst werden solle, gewertet. Die UdSSR beteiligte sich fortan nicht an Konferenzen der Vereinte Nationen|Vereinten Nationen zu diesem Thema. Am 14. November 1947 erreichten die USA eine UN-Resolution, die freie Wahlen, den Abzug aller ausländischen Truppen und die Schaffung einer UN-Kommission für Korea vorsah. Die UdSSR boykottierte die Abstimmung und sah die Resolution deshalb als nicht bindend an. Am 10. Mai 1948 fanden im Süden freie Wahlen statt, die Syngman Rhee gewann. Allerdings wurden die Wahlen von den linken Parteien boykottiert. Am 13. August 1948 übernahm Syngman Rhee offiziell die Regierungsgeschäfte von der amerikanischen Militärregierung. Der sowjetische kontrollierte Norden beantwortete dies mit der Gründung der Nordkorea|Demokratischen Volksrepublik Korea am 9. September 1948, deren erster Präsident Kim Il-sung wurde. Beide Regierungen sahen sich als rechtmäßige Regierung über ganz Korea an und kündigten darüberhinaus an, diesen Anspruch auch militärisch durchsetzen zu wollen. Dies führte im Juni 1950 zum Koreakrieg, der die Teilung Koreas bis heute ebenso zementierte wie seine Militarisierung. Heute haben Nord- und Südkorea die viert- und sechstgrößten Armeen der Welt. Die Geschichte nach dem Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg ist unter Nordkorea und Südkorea zu finden. Siehe auch * Portal: Korea * Nordkorea * Südkorea * Koreanische Kultur Literatur *F.H. King: 4000 Jahre Landbau in China, Korea und Japan. München 1984. ISBN 3922201059 *Ingeborg Göthel: Der Untergang des alten Korea. Wiesbaden 1996. ISBN 3-447-03808-X *Martina Deuchler: Confucian Gentlemen and Barbarian Envoys. Seattle and London, 1977 *Jürgen Kleiner: Korea. Betrachtungen über ein fernliegendes Land. Frankfurt 1980 |